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Selbstbestimmt und inklusiv Wohnen

"Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht aller Menschen mit Behinderungen, mit gleichen Wahlmöglichkeiten in der Gemeinschaft zu leben, ... indem sie unter anderem gewährleisten, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben."
Art. 19 UN-Behindertenrechtskonvention

Auf Basis dieses Rechts setzen wir uns für alternative, inklusive Wohnformen ein.

Markus, ist 27 Jahre alt und aufgrund eines Impfschadens behindert. Er wohnt seit August 2012 in seiner eigenen Wohnung. Den Alltag bewältigt er mit Unterstützung seiner ambulanten Wohnassistenten. Sie kommen individuell nach Bedarf, begleiten ihn und helfen ihm beim Einkaufen, Kochen, Putzen genauso wie bei der Planung seiner Freizeitgestaltung.

Finanziert werden seine Wohnassistenten über ein Persönliches Budget

Engagierte Eltern haben auf der Suche nach einer inklusiven Wohnmöglichkeit für ihre Kinder mit der Caritas Nürnberger Land und der Josef-Stiftung in Bamberg ein integratives Wohnprojekt in Lauf/Peg. entwickelt.

"Ein Leben lang sicher und selbstbestimmt in der Heimat wohnen", steht auf der Tafel vor dem Haus. Es beinhaltet 15 Wohnungen. 4 davon sind für Menschen mit Behinderung reserviert, die anderen 11 sind an überwiegend ältere Bewohner vermietet. In einer Wohnung befindet sich die Caritas Sozialstation. Alle Wohnung sind barrierefrei und aufgrund der umsichtigen Planung auch für Menschen mit niedrigem Einkommen zu mieten.

Eine Sozialpädagogin ist stundenweise vor Ort, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu fördern. Es ist ausdrücklich ein nachbarschaftliches Miteinander erwünscht. In diesem Haus hat Markus seine Heimat gefunden. Er führt ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben und ist glücklich, den Absprung aus dem Elternhaus geschafft zu haben.

Am Samstagnachmittag, wenn bei seinen Eltern der "Club" im Fernsehen übertragen wird, kommt er gerne zu Besuch. Doch spätestens am 19.00 Uhr sagt er: "Schön war`s, aber ich gehe jetzt wieder heim in meine Wohnung". Denn da wartet seine Freundin auf ihn. Sie hat eine der anderen Wohnungen bezogen.

Das Projekt in Lauf ist ein gutes Beispiel, wie inklusives Wohnen gelingen kann. Wir haben uns nun auf den Weg gemacht, in Hersbruck ein inklusives Wohnprojekt zu realisieren.

Kontakt: Ulrike Ruppert